Nukleares Dystopie Revival: Fukushima 2011 (C) Schwarzrosagold

Wie abstrakt, langweilig und bildlos waren die Dystopien der letzten Jahre. Hässliche und schlecht gemachte Computeranimationen haben uns nicht erschreckt. Viren, Trojaner oder die Endzeit der Privatssphäre haben uns nicht in Panik versetzt und keine bildgewaltigen Schreckensvisionen kreiert, so wie damals die atomare Bedrohung der 50er Jahre: Google taugt einfach nicht als Godzilla – und Facebook noch weniger.
Aber jetzt: Fukishima!
Man kann den Schrecken wieder sehen, der Horror wird fast wieder haptisch. Endlich gibt es wieder Bilder entfesselter physischer Gewalt, verbogenen Stahls, rauchender Explosionen und zerborstener Technik.
Es wird nicht lange dauern, bis die klassisch technische Dystopie des letzten Jahrhunderts mit bildgewaltigen Reflektionen zurückkommt: Der graue Fall-Out-Schnee über sich an Feuern wärmenden Menschen einer untergehenden Hochtechnologie als Einstieg zu neuen nuklearen Godzillas, die unsere Städte zermalmen, zu Endzeitkämpfen zwischen Robotern, Mutanten und Cyborgs